
Orgonit
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Orgonit: tatsächliche Zusammensetzung, verfügbare Formen und Auswahlkriterien
Orgonit ist ein künstlich hergestellter Verbundwerkstoff, kein natürliches Mineral. Das Verständnis seiner genauen Zusammensetzung hat direkten Einfluss auf die Beurteilung seiner Qualität und seines Preises. Ein Orgonit besteht aus einer Harzmatrix (Polyester oder Epoxid), Metallpartikeln (Kupfer-, Aluminium- oder Messingspäne) und mindestens einem eingebetteten Kristall oder Mineral. Letzteres spielt eine zentrale Rolle in der Funktionsweise des Objekts: Quarz (SiO₂, trigonales System, Härte 7 auf der Mohs-Skala) besitzt dokumentierte und messbare piezoelektrische Eigenschaften. Unter mechanischer Belastung erzeugt er eine elektrische Potentialdifferenz. Dies ist eine reale physikalische Eigenschaft, die in der Industrie in Drucksensoren und Oszillatoren genutzt wird. Seine Einbindung in ein Orgonit-Objekt beruht auf dieser Eigenschaft, unabhängig davon, ob Sie die von Wilhelm Reich in den 1940er Jahren entwickelten und von Karl Hans Welz in den 1990er Jahren aufgegriffenen Theorien zum Orgon teilen oder nicht.
Polyester- oder Epoxidharz: Der Unterschied, den nur wenige Anbieter klarstellen
Die Harzmatrix bestimmt das Aussehen und die langfristige Haltbarkeit des Orgonits. Polyesterharz ist kostengünstiger, nach der Aushärtung undurchsichtiger und setzt bei der Herstellung mehr Styrol frei. Epoxidharz ist nach dem Aushärten transparenter, chemisch stabiler und vergilbt bei Lichteinwirkung nicht so schnell. Hochwertiges handgefertigtes Orgonit wird fast ausnahmslos aus Zweikomponenten-Epoxidharz hergestellt, wobei das Verhältnis von Härter zu Harz je nach Rezeptur in der Regel zwischen 1:2 und 1:3 liegt. Bei gleichem Budget ist ein Stück aus Epoxidharz mit sauberen Kanten und gut zentrierten Kristallen eindeutig mehr wert als ein Stück aus Polyesterharz mit sichtbaren Luftblasen und ungleichmäßig verteilten Einschlüssen in der Masse.
Kupfer, Aluminium und Messing: Die Wahl des Metalls in handgefertigtem Orgonit
Die Art des Metalls beeinflusst das endgültige Erscheinungsbild und, laut den Anhängern der Orgon-Theorie, auch die Eigenschaften des Objekts. Kupferspäne (elektrische Leitfähigkeit 58,7 MS/m) verleihen dem transparenten Harz einen gut sichtbaren warmen Orangeton und werden am häufigsten in sogenannten hochwertigen Orgoniten verwendet. Aluminium (Leitfähigkeit 37,7 MS/m) erzeugt silberne Reflexe und ist kostengünstiger. Messing, eine Kupfer-Zink-Legierung, verleiht dem Stück einen goldenen Farbton. Wichtig für die Herstellung: Die Späne müssen gleichmäßig im gesamten Harz verteilt sein und dürfen sich beim Gießen nicht am Boden der Form ansammeln. Eine ungleichmäßige Verteilung zeugt von schlampiger Herstellung. Dies lässt sich erkennen, wenn man das Stück durchleuchtet, indem man es umdreht und von unten beleuchtet.
Quarz, schwarzer Turmalin und Shungit: die in Orgoniten enthaltenen Mineralien
Der enthaltene Stein variiert je nach Hersteller und Produktpositionierung. Anhand einiger konkreter mineralogischer Merkmale lässt sich erkennen, was man tatsächlich kauft.
- Hyaliner Quarz (SiO₂, trigonal, Härte 7 Mohs, Dichte 2,65 g/cm³): der häufigste, vorkommt als geschliffene Spitze oder als rohes Fragment. Die Herkunft variiert je nach Bezugsquelle, hauptsächlich Brasilien, Madagaskar oder die Alpen. Ein transparenter Quarz ohne wolkige Einschlüsse weist auf eine zufriedenstellende kristalline Reinheit hin.
- Schwarzer Turmalin oder Schörl (komplexes Natrium-Aluminium-Borosilikat, trigonales System, Härte 7–7,5 Mohs): wird in der Tradition der Lithotherapie mit energetischem Schutz in Verbindung gebracht. Seine schwarze Farbe rührt von seinem Gehalt an Eisen(II) her. Die in den Orgoniten enthaltenen Fragmente sind oft roh oder leicht gerundet und stammen hauptsächlich aus Brasilien (Bundesstaat Minas Gerais) oder aus Subsahara-Afrika.
- Shungit (Kohlenstoff-Silizium-Gestein, russische Region Karelien, Gebiet Onega): Weder im strengen Sinne silikatisch noch kohlenstoffhaltig, enthält er je nach Typ zwischen 30 und 98 % Kohlenstoff. Der sogenannte Elite-Shungit vom Typ I erreicht 98 % Kohlenstoff bei einer Härte von 3,5 bis 4 Mohs. Seine amorphe Kohlenstoffform, die Fullerene (C60) enthält, ist seit den 1980er Jahren Gegenstand der Forschung. In Orgoniten wird meist Shungit vom Typ II oder III (30 bis 80 % C) verwendet, der im Handel erschwinglicher ist.
Orgonit-Pyramide, -Scheibe und -Anhänger: verfügbare Formen und praktische Anwendung
Die Pyramide ist die am weitesten verbreitete Form. Die Abmessungen variieren: kleine Pyramide mit einer Grundfläche von 5 x 5 cm für etwa 80 bis 120 Gramm, mittlere Pyramide 8 x 8 cm für 200 bis 350 Gramm, große Pyramide 12 x 12 cm für 500 bis 900 Gramm, je nach Dichte der metallischen und mineralischen Einschlüsse. Nach der Orgon-Tradition soll die Pyramidenform die Strömungen an der Spitze bündeln. Dies ist im Rahmen der klassischen Physik keine messbare Eigenschaft, aber es ist die symbolische und rituelle Verwendung, mit der diese Form seit den Arbeiten von Welz verbunden ist. Die Scheibe oder der Puck mit einem Durchmesser von 6 bis 10 cm, einer Dicke von 2 bis 3 cm und einem Gewicht von 60 bis 180 Gramm ist unauffälliger. Er lässt sich leicht auf einem Schreibtisch, unter einem elektronischen Gerät oder auf einem Radiästhesiebrett platzieren, je nach den Praktiken der häuslichen Geobiologie. Der Orgonit-Anhänger mit einem Durchmesser oder einer Länge von 2 bis 4 cm und einem Gewicht von 10 bis 30 Gramm ist mit einem Aufhängering aus Messing oder Edelstahl versehen und kann täglich getragen werden.
Fünf konkrete Kriterien zur Beurteilung der Qualität eines Orgonits vor dem Kauf
Nicht alle unter dem Namen Orgonit verkauften Objekte sind gleichwertig. Eine kostengünstige industrielle Produktion kann nicht identifizierte Quarzpulver, Metallspäne aus Recyclingmaterial ohne kontrollierte Herkunft und minderwertiges Polyesterharz mit grober Verarbeitung enthalten. Ein seriöses handgefertigtes Orgonit zeichnet sich durch bestimmte Merkmale aus.
- Transparentes Epoxidharz ohne Blasen oder milchigen Schleier, wodurch die tatsächliche Verteilung der Einschlüsse über die gesamte Höhe des Stücks visuell überprüft werden kann.
- Identifiziertes zentrales Mineral mit seiner genauen mineralogischen Bezeichnung und idealerweise seiner geografischen Herkunft: Quarzspitzen, roher Turmalin aus Brasilien, Shungit aus Karelien.
- Homogene Metallspäne, die über die gesamte Höhe verteilt sind und sich beim Gießen nicht in einer dichten Schicht am Boden der Form ansammeln.
- Saubere Oberflächen: ebener Boden, gleichmäßige Kanten, keine Harzläufer am Formrand, polierte oder zumindest geglättete Oberfläche.
- Gewicht im Einklang mit den Abmessungen: Eine 8 x 8 cm große Pyramide mit einem Gewicht von 80 Gramm enthält sehr wenig Metall. Ein wirklich dichtes Stück mit Kupferspänen wiegt bei diesem Format zwischen 250 und 350 Gramm.
Pflege von Orgoniten: Was das Stück tatsächlich beschädigt
Epoxidharz erfordert keine besondere Pflege. Vermeiden Sie längere direkte UV-Einwirkung: Jedes Harz verfärbt sich nach mehreren Monaten in der prallen Sonne schwarz oder gelb, was die Sichtbarkeit der Einschlüsse beeinträchtigt, ohne die inneren Mineralien zu verändern. Feuchtigkeit stellt für das Harz selbst kein Problem dar, aber die an der Oberfläche sichtbaren Metallspäne können bei längerem Kontakt mit Wasser oxidieren, insbesondere wenn das Harz Schrumpfrisse aufweist. Reinigen Sie das Objekt mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch, ohne Scheuermittel. Wenn Ihr Orgonit Pyrit enthält, beachten Sie, dass dieses Eisensulfid (FeS₂, Härte 6 bis 6,5 nach Mohs) in feuchter Umgebung oxidationsanfällig ist. Ein im Harz eingeschlossener und versiegelter Pyrit ist geschützt. Ein teilweise an der Oberfläche freiliegender Pyrit muss vor Feuchtigkeit geschützt werden, um die Bildung von Spuren von Schwefelsäure zu vermeiden, die das Stück verfärben und die umgebenden Metallspäne angreifen würde.















